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Bei einer
erneuten Romreise im Jahr 732 wurde Bonifatius von
Papst Gregor zum Erzbischof ernannt. Damit war, wie
schon gesagt, damals das Recht verbunden, Bischöfe zu
ernennen und abzusetzen und auch neue Bistümer zu
gründen. |
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Als Bonifatius
ins Frankenreich zurückkehrte, wollte er sofort davon
Gebrauch machen, doch hatte er wiederum die
amtierenden Bischöfe und den – größtenteils mit ihnen
verwandten und verbundenen – Adel gegen sich. Diesmal
konnte Karl Martell ihn
auch kaum unterstützen, da er die Hilfe der Adeligen
für die Maurenabwehr – die Schlacht bei Poitiers fällt
ja ins gleiche Jahr – brauchte. |
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Bonifatius wandte
sich nun an seine angelsächsischen Landsleute mit der
Bitte um Unterstützung. Einige kamen ins Frankenreich,
ohne allerdings durchgreifende Maßnahmen ergreifen zu
können. |
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So verließ
Bonifatius seinen bisherigen Wirkungsbereich und ging
nach Bayern, das damals ein Vasallenstaat des
Frankenreichs war. In Herzog Odilo fand er einen
Unterstützer für seine Pläne. Zunächst war er dort als
Prediger tätig, nachdem der Papst bei seiner dritten
Romreise 737 ihn zum päpstlichen Legaten ernannt hatte
und ihm nochmals ausdrücklich das Recht zur
Zurückweisung von Bischöfen und Priestern zugestanden
hatte, kehrte er, begleitet von zwei weiteren
Landsleuten, den Brüdern Willibald und Wunibald, nach Bayern zurück. |
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In Bayern gab es
zwar, da es einst zum römischen Reich gehört hatte,
schon Bistümer, doch war etwa Regensburg damals von
Wanderbischöfen geleitet, die nicht nur keinen festen
Bischofssitz hatten, sondern auch wenig Interesse an
einer organisierten Seelsorge zeigten. Bonifatius
setzte dort sowie in Salzburg und Freising neue, feste
Bischöfe ein und gründete das seit langem verwaiste
Bistum Passau neu. |
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Er verzichtete
allerdings auf die Ernennung eines Erzbischofs in
Bayern, was vor allem Karl Martell
gefallen musste, da so der Einfluss des Frankenreichs
auf Bayern bestehen blieb, während ein eigener
Erzbischof und damit eine selbständige bayrische
Kirche auch die wiederholten Versuche der
Bayernherzöge, vom Reich unabhängig zu werden,
bestärkt hätte. |
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